__ DAS DOMINORM FORUM

 

Ihre Meinung, Kritik und
Anregung interessiert uns.
Quartalsweise stellen wir
eine These in Form von
Denkzetteln zur Diskussion
und fordern Sie auf zur Debatte.

DENKZETTEL 3:

Schaden bleibt Schaden

Vielleicht bilden wir uns ja ein wir könnten etwas für unsere Umwelt tun. Damit liegen wir sicher falsch. Uns bleibt nur, der Umwelt möglichst wenig zu schaden. Allenfalls können wir bereits zugefügte Schäden beheben oder Belastungen reduzieren. Aber wir können die Umwelt nicht besser machen als sie einmal war.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir unter dem Begriff Umwelt die Welt und damit auch die Natur wie sie ist verstehen, müssen wir einsehen, dass zum Beispiel die Luft ist wie sie ist und wir sie nicht mehr so gut machen können wie sie einmal war bevor wir sie verschmutzt haben. Nur der Regen oder die Regenwälder können sie reinigen. Es gibt zwar Ideen von riesigen Luftwaschanlagen. Aber auch die, dann mit viel Energie gereinigte Luft wird nicht reiner sein als saubere Luft. Schliesslich muss dann auch der gefilterte Schmutz noch entsorgt werden.

Daraus könnten wir lernen, dass es besser wäre die Luft erst gar nicht zu verschmutzen. Das geforderte kontinuierliche Wirtschaftswachstum und der globale Markt übt sich notgedrungen in Schadensbegrenzung. Aber Schaden bleibt Schaden. Produktionsanlagen die halb so viele Schadstoffe ausscheiden und doppelt so viel produzieren schaden dem Klima genau so viel wie vorher. Produkte die in Massen in Billiglohnländern mit geringeren Umweltauflagen produziert werden verursachen damit und durch ein in den letzten Jahren gigantisches Logistik- System wahrscheinlich mehr CO2 (pro Einheit) als bisher.

Wir müssen also einsehen, dass wir mit allem was wir tun die Umwelt belasten und es bleibt uns nur in diesem Bewusstsein zu handeln und damit nicht mehr zu schaden als zwingend nötig. Dominorm- Partner versuchen diesen Weg zu gehen.

DENKZETTEL 2:

Ökologie als Alibi

Im Duden wird der Begriff Ökologie als Lehre von der Beziehung der Lebewesen zu ihrer Umwelt beschrieben. Als ökologisch bezeichnete Produkte oder Produktionsmethoden dürften demnach die Umwelt nicht belasten. Dies wird zumeist in der Werbung so suggeriert. Der Konsument glaubt, dass er mit dem Kauf etwas Gutes tut und vergisst dabei allzu gern, dass es nicht möglich ist irgend ein Produkt ohne ökologische Lasten und den Verbrauch von Ressourcen herzustellen. Selbst das Mehl vom Bauer, der seinen Acker mit dem Pferd pflügt wird (heute) letztendlich mit Energie gemahlen, mit dem Lastwagen transportiert usw. Auch der Schreiner, der alles von Hand sägt und hobelt, heizt seine Werkstatt und braucht Energie, verbraucht Holz usw.

Das geht nur so lange gut, als die Natur das ausgleicht und repariert, was wir ihr antun und es ist offensichtlich, dass wir sie überfordern.

Lassen wir uns deshalb nicht blenden, von gut gemeinten Appellen der Industrie und Steatments der Wirtschaft, die uns weiss macht, dass alles getan wird, um die Umwelt zu schützen. Seien wir kritisch, aufmerksam und bewusst, dass wir es in der Hand haben veranwortungs- und massvoller zu konsumieren.

Es ist wie mit dem Krieg, der nicht stattfindet, wenn keiner hingeht. Nur wenn wir dem Trend (Diktat) des Marktes nicht blindlings folgen, verhindern wir die unheilvolle Entwicklung der globalen Wirtschaft.

Dominorm schlägt einen Weg vor, der weniger ökologische Lasten erzeugt und wenn Dominorm-Produkte dank individueller Form und Funktion länger Bestand haben, leisten Sie einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Verbrauchs von Energie und Ressourcen.

DENKZETTEL 1:

Halb so viel ist mehr

Der Begriff Ökonomie wird im Duden sowohl mit Wirtschaftlichkeit, als auch mit Sparsamkeit beschrieben. In unserer gewinnorientierten Konsumgesellschaft ist ökonomisch, was den grösst möglichen Profit verspricht. Unser Wirtschaftssystem ist darauf ausgerichtet, möglichst viel, möglichst günstig anzubieten und mit bestmöglichem Gewinn zu verkaufen. Dabei spielt der Produktionsstandort und die Automation und damit die in gleicher Form produzierte Menge eine entscheidende Rolle. Durch die produzierte Masse entsteht nicht nur eine quantitative Übersättigung. Je mehr gleiche, oder ähnliche Dinge den Markt überschwemmen, je schneller hat der Konsument genug davon und will etwas Neues.

Dies ist durchaus im Sinne der Wirtschaft und ihr Bestreben neue Trends zu setzen ist Teil des Systems. Das Phänomen der wechselnden Stile gab es in allen Epochen. Wahrscheinlich basiert es auf der Eitelkeit des Individium. Neu und von der (industriellen) Marktwirtschaft getrieben sind die immer kürzer werdenden Zyklen der Stile, beziehungsweise Trends und damit der Bestandeszyklen von Gebrauchsgütern.

Kulturell, sozial und in Bezug auf die Umwelt ist diese Entwicklung bedenklich. Kulturell, weil das globale Trenddiktat das Individum und regionale Eigenheiten überdeckt. Sozial, weil durch Automation und Produktion in Billiglohnländern einheimisches Handwerk und die Identifikation mit der Ware, sowohl beim Arbeitnehmer, als auch beim Verbraucher verloren gehen. In Bezug auf die Umwelt müsste der Trend umgekehrt werden, denn Dinge, die doppelt so lange Bestand haben, verbrauchen halb so viel Ressourcen und bei der Produktion halb so viel Energie. Wenn sie dann auch noch individuell nach den Wünschen und nahe am Verbraucher produziert werden, entsprechen sie den Dominorm Normen.